Jahreshauptversammlung 2018

Hervorragend aufgestellt präsentierte sich die Ortsgruppe der Michelauer Wasserwacht bei ihrer Hauptversammlung. Alles in allem zählt die Ortsgruppe 355 Mitglieder. Einen großen Anteil machen die Kinder und Jugendlichen mit 110 Mitgliedern im Alter von sechs bis 16 Jahren aus, so dass man sich um den Nachwuchs keine Sorgen macht.

Für den guten Ausbildungsstand der Gruppe sorgen über 20 Ausbilder die für die Ausbildung als Rettungsschwimmer, Sanitäter und Motorbootführer und weitere Bereiche zur Verfügung stehen. Im Bedarfsfall kann die Michelauer Wasserwacht auf fünf Rettungstaucher und zwei Rettungssanitäter zurückgreifen. Allein 57 Aktive haben die Befähigung für den Rettungsdienst, 36 Mitglieder dürfen ein Motorboot führen und zehn Aktive können als Jugendgruppenleiter eingesetzt werden.

Entsprechend hoch war die Präsenz der Wasserwacht im zurückliegenden Jahr. Für den Wachdienst fielen 897 Stunden an größtenteils am Rudufersee, die ehrenamtlich geleistet wurden. 153 Stunden war man für den Natur- und Umweltschutz etwa bei der Mainsäuberung tätig. Auf die Mittelbeschaffung entfielen 586 Stunden, für Aus- und Fortbildung wurden 320 Stunden aufgewendet und auf sonstige Einsätze entfielen 212 Stunden.

35. Kameradschaftsschwimmen

In den meisten Fällen (57) musste Erste Hilfe geleistet werden. Aber auch eine Totenbergung, eine Sachbergung und zwei Vermisstensuchen am Wehr in Oberwallenstadt und in Kösten fielen an. Ein besonderes Ereignis war das 35. Kameradschaftsschwimmen im Main mit 84 Schwimmern. Am Seefest am Rudufersee beteiligten sich rund 50 ehrenamtliche Helfer. Die Sanitäter innerhalb der Wasserwacht waren auch abseits vom Wasser gefordert, etwa beim Obermainmarathon, dem Frankenbike-Marathon oder bei Rock im Wald.

Bei der Ausbildung konzentrierte man sich auf den Umgang mit dem Eisrettungsschlitten, die Früh-Defibrillation und das Tauchen mit Vollgesichtsmaske. Eine echte Herausforderung war ein gemeinsamer Nachttauchgang mit der Wasserwacht Ebermannstadt am Rudufersee. Zu den unschönen Einsätzen gehörte eine Totenbergung in Maineck Anfang des Jahres.

Fundierte Ausbildung

Um für die Wasserwacht zu werben, veranstaltete man die Pitsch-Patsch-Aktion in den Kindergärten und arbeitete an einem neuen Imagefilm der Wasserwacht. Auch beim 25-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Neuensee war die Ortsgruppe mit einer Fahrzeugschau vertreten. Nicht unterschätzen darf man das Engagement der Ortsgruppe, wenn es um die Breitenausbildung geht. 57 Urkunden für Frühschwimmer wurden ausgestellt. Das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Bronze erwarben 36 Personen, das in Silber 28 und fünf Jugendliche konnten die Bedingungen für das Jugendschwimmabzeichen in Gold erfüllen. Besonders hoch liegt die Hürde für das Deutsche Rettungsschwimmerabzeichen. Zwei Aktive konnten das Abzeichen in Bronze erwerben und sechs Aktive erfüllten die Bedingungen für das silberne Abzeichen. All diese Zahlen und Fakten gingen aus den Berichten des Vorsitzenden Sebastian Hoffer und des Technischen Leiters Tobias Zirkelbach hervor, ergänzt von der Jugendleiterin Anna-Marie Wolfram und ihrem Stellvertreter Benjamin Schott.

Die „Wachkönige“

Im Anschluss an die Vorschau auf das Jahr 2018 wurden langjährige Mitglieder geehrt sowie die „Wachkönige“, also die Aktiven, welche die meisten Einsatzstunden im Wachdienst geleistet haben.

Geehrt wurden Marc Stephan und Dieter Pohl für 30 Jahre, Diana Hümmer und Corinna Hanft für 20 Jahre. 15 Jahre sind es bei Robert Kolb und fünf Jahre bei Andreas Wolfram. Für ihren Wachdienst bedankte sich der Vorsitzende bei den Wachkönigen Tobias Zirkelbach, Jan Stadler und Christoph Müller.

 

Quelle: Klaus Gagel

Bilder: Jürgen Vierneusel