Wasserwacht übt Eisrettung am Rudufersee

IMG_7545Die winterlichen Temperaturen der letzten Tage haben gereicht den Rudufersee mit einer dünnen Eisschicht zufrieren zu lassen. Da das Eis jedoch mit besonderen Gefahren verbunden ist, nutzte die Michelauer Wasserwacht die Gelegenheit, Hilfeleistung bei Eisunfällen zu üben.
Die zwar vorhandene aber noch nicht tragfähige Eisdecke sorgte für realistische Bedingungen und so konnten die Wasserretter ihre Kenntnisse in Theorie und Praxis Auffrischen und Vertiefen.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und bei ca. 4 Grad Wassertemperatur stellten sich verschiedene Mitglieder der Ortsgruppe als Mime für die praktische Eisrettungsübung zur Verfügung, wobei sie durch einen Neoprenanzug vor der Kälte geschützt und durch eine Rettungsleine gesichert wurden. Auch der Eigenschutz für die Retter waren ein wichtiges Thema, und so konnte bei der Übung auch ein Helly-Hansen Überlebensanzug getestet werden der normalerweise auf Fischerbooten, Handelsschiffen und Ölplattformen zum Einsatz kommt, aber auch für die Wasserwacht bestens geeignet ist.
IMG_7583Ein weiterer Schwerpunkt der Übung war der richtige Umgang mit dem Eisrettungsschlitten, ein eigens für die Rettung auf dem Eis Entwickeltes Rettungsgerät, um verunglückte Personen vom Eis holen zu können. Hier wurden unter der Leitung von Oliver Naumann und Matthias Schneider verschiedene Manöver ausprobiert um den bestmöglichsten Umgang mit dem Rettungsmittel zu erlernen.
Um es erst gar nicht erst zu einen Unfall auf dem Eis kommen zu lassen, gibt es eine einfache Faustformel:
Damit Eis eine Person mit 75 Kilo Körpergewicht tragen kann, muss es mindestens zehn Zentimeter dick sein. Für kleinere Personengruppen sollten es mindestens 15 Zentimeter sein. „Damit das Eis so dick wird, braucht es einige richtig kalte Tage“, erklärt Ulrike Scharf, Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern. Doch auch wenn das Eis am Rand schon dick genug ist, heißt das nicht, dass es überall Menschen tragen kann. „Warme Strömungen unter dem Eis sind von außen nicht sichtbar und können gefährlich dünne Eisstellen erzeugen.“

Noch keine tragende Eisschicht auf dem Rudufersee !!!

Einbruchgefahr

Dünnes Eis ist Lebensgefährlich !!!

Wasserwacht warnt vor Gefahren – Broschüre in vier Sprachen erhältlich.

Gerade für Wintersportler lässt das Wetter in dieser Saison eher zu wünschen übrig. Es ist selten ausreichend kalt, dazu fehlt vielen der Schnee. Der Temperatursturz der vergangenen Tage hat nun immerhin dazu geführt, dass sich auf einigen Seen eine Eisschicht gebildet hat. Die Wasserwacht-Bayern warnt jedoch eindringlich davor, die Eisflächen zu betreten. Noch ist die Eisdecke zu dünn. Es besteht Lebensgefahr!

Damit Eis eine Person mit 75 Kilo Körpergewicht tragen kann, muss es mindestens zehn Zentimeter dick sein. Für kleinere Personengruppen sollten es mindestens 15 Zentimeter sein. „Damit das Eis so dick wird, braucht es einige richtig kalte Tage“, erklärt Ulrike Scharf, Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern. Doch auch wenn das Eis am Rand schon dick genug ist, heißt das nicht, dass es überall Menschen tragen kann. „Warme Strömungen unter dem Eis sind von außen nicht sichtbar und können gefährlich dünne Eisstellen erzeugen.“

Doch auch wenn die Außentemperaturen noch nicht winterlich waren, das Wasser ist sehr kalt. „Wer ins Eis einbricht verliert bei den niedrigen Wassertemperaturen schnell das Bewusstsein und läuft so Gefahr zu ertrinken“, warnt die Vorsitzende. Deshalb der Rat: „Eisflächen auf natürlichen Gewässern besser meiden und zum Schlittschuhlaufen lieber auf eine Eislaufbahn.“

Wer dennoch ins Eis einbricht sollte unbedingt
• laut um Hilfe rufen,
• in jedem Fall vermeiden, dass er unter das Eis gerät,
• sich so wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren.

Zeugen eines solchen Unfalls sollten
• sofort Hilfe holen über die Notrufnummern 112,
• die eingebrochene Person beruhigen,
• mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am
Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnliche Gegenstände die
zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern,
• nur ins eisige Wasser gehen, wenn sie selbst über eine dritte Person mit einem
Seil gesichert sind.

Wenn es gelingt den Verunfallten ans Land zu ziehen, ist es wichtig, ihn unbedingt vor Kälte zu schützen und möglichst wenig zu bewegen. Ist der Verunfallte bewusstlos muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden, hat er einen Herz-Kreislauf-Stillstand, muss umgehend mit der Wiederbelebung begonnen werden.

Auch deshalb empfiehlt die Wasserwacht-Bayern Erste-Hilfe-Kenntnisse immer wieder aufzufrischen. Aktuelle Kursangebote können bei den Kreisverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes erfragt werden.

Was bei einem Eisunfall zu tun ist, hat die Wasserwacht in einer Broschüre zusammengefasst. Die Broschüre enthält die Verhaltensweisen und Tipps zur Rettung Verunglückter neben Deutsch auch in Englisch, Französisch und Arabisch. So können auch ausländische Mitbürger sich über das richtige Verhalten bei Eisunfällen informieren.

Die Geschäftsstelle der Wasserwacht kann die Broschüre interessierten Kommunen, Verbänden und Institutionen zur Verfügung stellen, solange der Vorrat reicht.

Kontakt: wasserwacht@lgst.brk.de